
Open Office Hours Staffel 1: Session 8 - Logs & Runs: Ihr Toolkit für die Fehlersuche
So nutzen Sie Logs und Runs in MyRapidi zur Fehlersuche in Ihrer Integration
Wenn Ihre Integration einen Fehler meldet, stellt sich immer dieselbe Frage: Wo schaue ich nach? In MyRapidi liefern Logs und Runs die Antwort. Sie zeigen genau, was passiert ist, welcher Transfer den Fehler verursacht hat, wie lange er gedauert hat und wie die Fehlermeldung lautet. Sobald Sie wissen, wie man sie liest, geht die Fehlersuche deutlich schneller.
Dieser Artikel erklärt, was Runs und Logs sind, wie sie zusammenspielen und wie Sie damit Probleme in Ihrer Integration diagnostizieren und beheben.
Kurz zusammengefasst
Die komplette Session ansehen
Dieser Artikel basiert auf Session 8 des Schulungsprogramms Open Office Hours von Rapidi. Die komplette Session enthält eine Live-Vorführung von Runs und Logs in MyRapidi, ein echtes Beispiel für eine Fehlermeldung und eine Demo von Albert in Aktion.
Präsentationsfolien
Was ist ein Run?
Ein Run ist ein einzelnes Ausführungsereignis. Jedes Mal, wenn ein Zeitplan startet oder Sie einen Transfer manuell ausführen, legt MyRapidi einen Run-Datensatz an, der alles bündelt, was in diesem Moment passiert ist.
Wenn Sie zum Beispiel einen Zeitplan haben, der stündlich läuft, sehen Sie pro Stunde einen Run-Eintrag. Jeder Eintrag zeigt Datum und Uhrzeit, Quell- und Zielsystem, die Beschreibung (Name des Zeitplans oder des Transfers), die Dauer und ein Statussymbol.
Die Statussymbole zeigen Ihnen auf einen Blick:
- Grünes Häkchen: Der Run wurde ohne Probleme abgeschlossen
- Rotes Symbol: Etwas ist fehlgeschlagen und erfordert Ihre Aufmerksamkeit
- Gelb (in Bearbeitung): Der Transfer läuft noch
Runs zeigen Ihnen außerdem zwei Arten der Ausführung. Ein „S“ neben einem Run bedeutet, dass er vom Scheduler ausgelöst wurde. Ein „M“ bedeutet, dass er manuell gestartet wurde, zum Beispiel nachdem Sie ein Mapping geändert haben oder etwas testen wollten.
Zur Runs-Seite gelangen Sie direkt über Logs > Runs oder von der Seite Schedules aus, indem Sie auf das Runs-Symbol neben einem bestimmten Zeitplan klicken. Die zweite Möglichkeit ist praktisch, wenn Sie nur die Runs eines einzelnen Zeitplans sehen möchten.
Wofür werden Runs verwendet?
Runs erfüllen vier Hauptaufgaben:
- Ausführungen nachverfolgen. Sehen Sie jeden Run in chronologischer Reihenfolge mit Datum, Uhrzeit, Quelle und Ziel. So erhalten Sie ein vollständiges Bild davon, was wann gelaufen ist.
- Fehler schnell erkennen. Die Statussymbole markieren fehlgeschlagene Runs sofort. Sie können auch so filtern, dass nur Runs mit Fehlern angezeigt werden, und damit alles überspringen, was fehlerfrei gelaufen ist.
- Dauer messen. Jeder Run zeigt, wie lange er gedauert hat. Wenn ein Transfer, der normalerweise in 2 Minuten durchläuft, plötzlich 15 Minuten braucht, ist das ein Signal, dem Sie nachgehen sollten. Hier machen Datetime-Felder und Filter in Ihren Transfers den Unterschied, denn sie steuern, wie viele Daten bei jedem Run abgerufen werden.
- Direkt zu den Log-Einträgen springen. Bei jedem Run können Sie den Datensatz aufklappen und die vollständige Liste der zugehörigen Log-Einträge sehen. Das ist der schnellste Weg, um zu verstehen, was tatsächlich passiert ist.
Was sind Logs?
Ein Log-Eintrag ist eine detaillierte Aufzeichnung dessen, was innerhalb eines Transfer-Runs passiert ist. Stellen Sie sich den Run als übergeordnetes Element vor und die Log-Einträge als die Details darin.
Jeder Log-Eintrag zeigt Ihnen den Namen des Transfers, Quell- und Zielsystem, wie viele Datensätze gelesen, eingefügt, aktualisiert und gelöscht wurden, sowie etwaige Fehlermeldungen. Wenn Sie einen Zeitplan mit fünf Transfers haben, sehen Sie fünf Log-Einträge innerhalb eines einzigen Runs.
Logs nutzen Sie für:
- Fehlerdiagnose: Rote Einträge und Fehlermarkierungen zeigen genau, wo etwas schiefgelaufen ist und welches System den Fehler gemeldet hat.
- Prüfung der Datensatzzahlen: Sie können kontrollieren, wie viele Datensätze übertragen wurden, und prüfen, ob die Zahlen Ihren Erwartungen entsprechen.
- Filtern und Suchen: Filtern Sie nach Transfer, Zeitplan, Zeitraum, Verbindung oder Fehlerstatus, um genau das zu finden, was Sie brauchen, ohne seitenweise Einträge durchzublättern.
- Nachvollziehen eines kompletten Runs: Verfolgen Sie einen Run über alle seine Log-Einträge hinweg, um vollständig zu rekonstruieren, was in welcher Reihenfolge passiert ist.
So finden und diagnostizieren Sie Fehler
Wenn etwas fehlschlägt, gehen Sie so vor:
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Öffnen Sie Runs. Suchen Sie nach dem roten Fehlersymbol. Sie können auch den Fehlerstatus-Filter verwenden, um nur fehlgeschlagene Runs anzuzeigen.
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Klappen Sie den Run auf. Klicken Sie auf den Pfeil, um ihn aufzuklappen. Sie sehen alle Log-Einträge dieser Ausführung, gruppiert nach Transfer. Der Eintrag mit dem Fehler ist rot hervorgehoben.
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Lesen Sie die Fehlermeldung. Jeder Eintrag zeigt den Fehlercode und die Beschreibung. Manche Systeme liefern eine lange, ausführliche Meldung, die direkt auf den Datensatz verweist. Andere geben nur etwas Kurzes und Kryptisches zurück. In beiden Fällen zeigt das Log auch, welche Verbindung den Fehler gemeldet hat, sodass Sie wissen, ob Sie im Quell- oder im Zielsystem nachsehen müssen.
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Fragen Sie Albert. Ist die Fehlermeldung unklar, klicken Sie auf das Personensymbol rechts im Log-Eintrag. Damit öffnen Sie einen Chat mit Albert, dem KI-Assistenten von Rapidi, in dem die Fehlermeldung bereits geladen ist. Albert ist mit dem Rapidi-Wiki verbunden und kann Ihnen Hinweise geben, was der Fehler bedeutet und was Sie als Nächstes prüfen sollten.
Wenn Albert Ihnen keine eindeutige Antwort gibt, durchsuchen Sie das Rapidi-Wiki direkt mit Stichwörtern aus der Fehlermeldung. Können Sie das Problem dann immer noch nicht lösen, wenden Sie sich an den Support.
Gut zu wissen: Die Fehlermeldung im Log stammt vom Zielsystem, nicht von Rapidi selbst. Wenn Sie also Daten von Business Central an Salesforce senden und etwas fehlschlägt, sehen Sie die Meldung, die Salesforce zurückgeschickt hat. Daran erkennen Sie, worauf Sie sich konzentrieren sollten.
Die Message-Formel: mehr Kontext in Ihren Logs
Manche Fehlermeldungen verraten nicht, welcher Datensatz genau das Problem verursacht hat. In solchen Fällen hilft die Message-Formel.
Die Message-Formel ist eine Einstellung, die Sie einem Transfer hinzufügen. Sie weist MyRapidi an, den Wert eines bestimmten Felds in die Log-Ausgabe aufzunehmen. Wenn Sie zum Beispiel Kunden übertragen, können Sie das Feld mit der Kundennummer in die Formel aufnehmen. Dann zeigt das Log bei jeder Ausführung dieses Transfers die Kundennummer zu jedem Datensatz an, und Sie können viel leichter feststellen, welcher Datensatz ein Problem hat.
Wenn Sie mehr Kontext brauchen, können Sie der Formel mehrere Felder hinzufügen. Das ist besonders nützlich bei Transfers, bei denen die Fehlermeldungen des angebundenen Systems vage sind.
Runs und Logs filtern
Die Runs-Seite und die Logs-Seite bieten dieselben Filter. Sie können filtern nach:
- Datums- und Zeitbereich
- Zeitplan
- Gruppe
- Transfer
- Quell- oder Zielverbindung
- Status (abgeschlossen oder Fehler)
- Stichwortsuche
Wenn Sie auf der Seite Schedules auf das Runs-Symbol eines bestimmten Zeitplans klicken, öffnet sich die Runs-Seite bereits nach diesem Zeitplan gefiltert. Von dort aus können Sie weitere Filter hinzufügen, um die Auswahl noch weiter einzugrenzen.
Alle Sessions ansehen und für kommende Termine anmelden: rapidionline.com/resources/open-office-hours
Open Office Hours
Jede Woche veranstalten unsere Integrationsspezialisten eine kostenlose 30-minütige Schulung zu einem bestimmten MyRapidi-Thema.
Den vollständigen Plan der Staffel 1 finden Sie hier: rapidionline.com/product-updates/open-office-hours-season-1
Häufig gestellte Fragen
Meine Fehlermeldung ist sehr kurz und erklärt nicht, was schiefgelaufen ist. Was soll ich tun?
Kryptische Fehlermeldungen sind häufig, und woher sie kommen, hängt vom System ab. Manche ERP- und CRM-Systeme geben sehr knappe Codes ohne viel Kontext zurück. Am schnellsten kommen Sie weiter, wenn Sie auf das Albert-Symbol rechts im Log-Eintrag klicken. Albert öffnet einen Chat, in dem der Fehler bereits geladen ist, und kann Ihnen Hinweise geben, was er bedeutet und was Sie prüfen sollten. Hilft das nicht weiter, kopieren Sie die Fehlermeldung und durchsuchen Sie das Rapidi-Wiki. Als letzten Schritt wenden Sie sich mit dem vollständigen Log-Eintrag an den Support.
Woran erkenne ich, ob Fehler aus dem Quellsystem oder aus dem Zielsystem kommen?
Jeder Log-Eintrag zeigt ein Label „error on connection“, das Ihnen genau sagt, welches System den Fehler gemeldet hat. Wenn Sie Daten von Business Central an Salesforce übertragen und Salesforce einen Datensatz ablehnt, gibt das Log an, dass der Fehler von der Salesforce-Verbindung kam. So wissen Sie, wo Sie suchen müssen. Kommt der Fehler aus der Quelle, existiert der Datensatz wahrscheinlich nicht oder hat beim Lesen ein Problem. Kommt er vom Ziel, hat das empfangende System die Daten nicht akzeptiert. Das deutet meist auf eine Validierungsregel für ein Feld, ein fehlendes Pflichtfeld oder ein nicht passendes Datenformat hin.
Fehler treten auf, aber niemand bemerkt sie, bis nachgelagert etwas nicht mehr funktioniert. Wie können wir sie früher erkennen?
Das ist eines der häufigsten Integrationsprobleme. In MyRapidi zeigt die Runs-Seite jedes Mal ein rotes Statussymbol, wenn ein Transfer fehlschlägt. Der erste Schritt ist also, diese Seite regelmäßig zu prüfen. Wer es sich angewöhnt, die Runs zu Beginn jedes Tages durchzusehen, braucht dafür weniger als eine Minute. Mit dem Fehlerstatus-Filter können Sie außerdem nur fehlgeschlagene Runs anzeigen, sodass Sie nicht durch alles scrollen müssen. Für Teams, die Continue on Error nutzen: Datenfehler werden separat unter Logs > Data Errors gespeichert und tauchen nicht im Status des Runs selbst auf, deshalb braucht diese Seite eine eigene regelmäßige Prüfung. Auch E-Mail-Benachrichtigungen für Datenfehler sind verfügbar — wenden Sie sich an den Rapidi-Support, um sie für Ihren Service einrichten zu lassen.
Dieselben Datensätze schlagen bei jedem Run fehl. Warum verschwindet der Fehler nicht, nachdem ich das Log geprüft habe?
Das Ansehen eines Log-Eintrags behebt nicht das zugrunde liegende Problem. Wenn dieselben Datensätze wiederholt fehlschlagen, liegt das Problem in den Daten selbst oder in der Systemkonfiguration, nicht im Log. Häufige Ursachen sind ein Pflichtfeld im Zielsystem, das in der Quelle leer ist, ein Datenformat, das nicht den Erwartungen des empfangenden Systems entspricht, oder eine Validierungsregel im Zielsystem, die der Datensatz nicht erfüllt. Ermitteln Sie mithilfe der Fehlerbeschreibung im Log und der Message-Formel (sofern eingerichtet) den konkreten Datensatz und korrigieren Sie ihn dann im Quell- oder Zielsystem. Tritt der Fehler systematisch bei vielen Datensätzen auf, prüfen Sie die Feldzuordnungen in der Transfer-Konfiguration.
Meine Transfers dauern viel länger als sonst. Wo fange ich mit der Fehlersuche an?
Beginnen Sie auf der Runs-Seite und sehen Sie sich die Spalte mit der Dauer an. Vergleichen Sie aktuelle Runs mit älteren, um zu sehen, wann die Verlangsamung begonnen hat. Die häufigste Ursache für langsame Transfers ist, dass der Datetime-Filter des Transfers zu viele Daten abruft, entweder weil er falsch konfiguriert ist oder weil ihn jemand geändert hat. Prüfen Sie, ob Ihre Transfers Datetime-Felder korrekt verwenden, sodass bei jedem Run nur neue oder geänderte Datensätze abgerufen werden und nicht der gesamte Datenbestand. Wirkt die Dauer normal, ist der Zeitplan insgesamt aber langsamer, prüfen Sie, ob ein anderer Transfer im selben Zeitplan der Engpass ist: Klappen Sie dazu den Run auf und vergleichen Sie die Laufzeiten der einzelnen Transfers.